Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente


 

Was sind Vitamine?


 

Jeder Körper benötigt Vitamine, um optimal zu funktionieren, gesund und leistungsfähig zu bleiben: Vitamine sind an vielen Prozessen in unserem Inneren beteiligt. Doch unser Körper kann die meisten Vitamine nicht selbst herstellen, weshalb wir sie ihm hauptsächlich über die Nahrung zuführen müssen, sie im Falle eines Mangels aber auch über Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen können. Die Hauptlieferanten der wichtigen Vitamine sind Obst und Gemüse. Empfohlen werden in der Regel drei Hände voll Gemüse und zwei Hände voll Obst täglich.

 


 

 

Die größten Vitamin-Bomben:

  • Spinat enthält viel Vitamin C und liefert zudem Folsäure, Beta-Carotin und Kalzium.
  • Paprika, Sanddorn, Zitrusfrüchte, Beeren, Rosenkohl und Grünkohl haben ebenfalls einen hohen Vitamin C-Gehalt.
  • Brokkoli enthält unter anderem Vitamin C, Kalzium und Karotin.
  • Petersilie ist reich an den Vitaminen A, B und K sowie an Mineralstoffen.
  • Schwarze Johannisbeere weist einen hohen Gehalt an den Vitaminen C und E sowie Eisen, Magnesium, Kalzium und Kalium auf.
  • Guave, Sanddorn und Hagebutte sind reich an den Vitaminen A, B1 und B2.
 
 

Vitaminlieferanten im Winter

 
  • Im Kohlrabi stecken Vitamin C und B.
  • Feldsalat kann uns mit Vitamin C und Provitamin A versorgen.
  • Rosenkohl steckt voller Ballaststoffe, Vitamin B und Folsäure.
  • Äpfel enthalten Vitamin C und Magnesium.
  • Walnüsse und Öle können uns Omega 3-Fettsäuren und Vitamin E liefern.
  • Kartoffeln enthalten Vitamin C und Kalium.
 

Die wichtigsten Vitamine


 

Vitamine werden hauptsächlich in zwei Gruppen unterschieden: Die fettlöslichen und die wasserlöslichen Varianten. Zur ersten Gruppe zählen die Vitamine A, D, E und K, die vor allem dann gut vom Körper aufgenommen werden können, wenn sie gleichzeitig mit Fetten und Ölen verzehrt werden. Alle weiteren Vitamine sind wasserlöslich. Sie reichern sich bei einem Überschuss nicht so gut im Körper an wie die Fettlöslichen und werden in dem Falle über die Nieren wieder ausgeschieden.


 

Folgende Vitamine sind fettlöslich:

  • Vitamin A (Retinol) kann das Wachstum und den Aufbau von Haut sowie Schleimhäuten regulieren.
  • Vitamin D (Calciferol) ist am Stoffwechsel sowie der Mineralisation der Knochen beteiligt.
  • Vitamin E (Tocopherol) kann vor freien Radikalen schützen.
  • Vitamin K unterstützt den Körper bei der Blutgerinnung, dem Knochenaufbau und -erhalt sowie der Herstellung von Körpereiweißen.
 

Folgende Vitamine sind wasserlöslich:

  • Vitamin C (Ascorbinsäure) ist wichtig für das Bindegewebe, die Eisenresorption, die Wundheilung und das Immunsystem.
  • Vitamin B1 (Thiamin) kann den Kohlenhydratstoffwechsel sowie die Nervenfunktion unterstützen.
  • Vitamin B2 (Riboflavin) wird für das Wachstum sowie die Aufrechterhaltung der Funktionen der Haut und Schleimhäute, des Energiestoffwechsels, der Nerven und der Augen benötigt.
  • Vitamin B6 ist ein Bestandteil des Eiweißstoffwechsels und wichtig für das Nervensystem, die Immunabwehr und die Herstellung des roten Blutfarbstoffs.
  • Vitamin B12 (Cobalamin) wird für die Bildung roter Blutkörperchen benötigt.
  • Folsäure ist beteiligt an der Zellvermehrung, der Blutbildung, dem Eiweißstoffwechsel und dem Aufbau der Abwehrkräfte.
  • Pantothensäure ist unverzichtbar für den Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und verschiedenen Aminosäuren sowie für die Herstellung von Cholesterin.
  • Vitamin B3 (Niacin) ist beteiligt am Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Aminosäuren.
  • Biotin kann die Bildung von Blutzellen, die Stärkung von Haut, Haaren und Nägeln sowie die Funktion von Nerven und Knochenmark unterstützen.
 

Was sind Mineralstoffe?


 

Mineralstoffe sind für den Körper unverzichtbar und werden über die Nahrung aufgenommen, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Sie werden unterteilt in Mengenelemente und Spurenelemente und sind unter anderem wichtig für die optimale Funktion der Muskeln und Nerven. Zu den Mineralstoffen zählen u. a. Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Chlorid und Phosphat. Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie einem Mineralstoffmangel gut vorbeugen. Zudem können Sie Ihrem Körper bei Bedarf Mineralien in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zuführen.

Was sind Mengenelemente?

Mengenelemente wie Magnesium, Natrium und Kalium wirken in großen Mengen im Körper und müssen daher täglich auch in Gramm-Mengen zugeführt werden.

Was sind Spurenelemente?

Als Spurenelemente werden diejenigen Mineralstoffe bezeichnet, die dem Körper im Vergleich zu den Mengenelementen nur in sehr geringen Mengen (Spuren) zugeführt werden müssen. Zu ihnen zählen unter anderem Jod, Eisen oder Zink.

Eine Auswahl wichtiger Mineralstoffe:


 
  • Jod (I) ist ein Bestandteil der Schilddrüsenhormone.
  • Zink enthält viele Enzyme, die u. a. an den Stoffwechselreaktionen des Körpers beteiligt sind. Es ist zudem für die Abwehrfunktion des Körpers unentbehrlich.
  • Selen kann als Radikalfänger fungieren und ist am Stoffwechsel der Schilddrüse beteiligt.
  • Fluorid kann die Mineralisation von Knochen und Zähnen unterstützen und dadurch Karies vorbeugen.
  • Kupfer ist wichtig für den Eisenstoffwechsel, die Herstellung des roten Blutfarbstoffs sowie die Funktion des Nervensystems.
  • Eisen (Fe) wird für die Blutbildung benötigt.
  • Mangan kann die Bildung des Bindegewebes fördern.
  • Kalzium ist hilfreich für den Aufbau und Erhalt von Zähnen und Knochen sowie für die Blutgerinnung.
  • Magnesium (Mg) wird für den Stoffwechsel benötigt.
  • Natrium ist ebenfalls wichtig für viele Stoffwechselabläufe, wie die Nervenerregung und den Wasserhaushalt.
  • Kalium (K) kann die Funktionen von Herz, Nerven und Muskeln unterstützen.
  • Chlorid ist ein Bestandteil der Magensäure und wichtig für den Ausgleich im Säure-Basen-Haushalt.