Trockene Haut – Ursachen, Schutz und Pflege

Nicht nur äußere Einflüsse wie Kälte, Hitze und Sonneneinstrahlung, sondern auch eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme, einseitige Ernährung und Hormonschwankungen können den Zustand der Haut beeinflussen und sie trocken werden lassen. Die ersten Anzeichen können meist eine leicht spannende und juckende Haut an den Schienbeinen, Füßen, Händen und Ellenbogen sein. Die Haut sieht dann häufig spröde aus und ist zudem sehr empfindlich, weshalb oft ein Spannungsgefühl entsteht.


 

1. Wie kommt es zu trockener Haut?


 

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und schützt den Körper vor Umwelteinflüssen wie Licht, Wasser, Keimen und Schadstoffen. Sie nimmt Sinnesreize auf und kann Substanzen wie pflegende Inhaltsstoffe aus Cremes in den Körper leiten. Diese äußere Barriere kann jedoch geschädigt werden, wenn die Haut Feuchtigkeit verliert und diesen Verlust nicht mehr ausgleichen kann. Normalerweise produzieren die Poren Fette, die die Haut schützen. Doch aufgrund von Hormonveränderungen, Umwelteinflüssen und im Alter kann die Haut oftmals weniger Feuchtigkeit speichern – die Folge: Der Schutzfilm der Haut wird dünner. Bestimmte Krankheiten oder Nebenwirkungen von Medikamenten können das Gleichgewicht der Haut ebenfalls stören.

Ist die Haut angegriffen, fühlt sich rau an, spannt oder schuppt sich, können Sie ihr helfen, das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Einfach in der Anwendung und vor allem auch bei akuten Problemen gut geeignet sind Cremes und Lotions, die auf die Bedürfnisse Ihrer Haut und die jeweilige Körperpartie abgestimmt sind. Je nach Bedarf können Sie Ihrer Haut damit Feuchtigkeit sowie Fett zuführen und ihr wieder Geschmeidigkeit und Elastizität verleihen.

Neben den äußerlichen Anwendungen können Sie auch von innen heraus etwas für Ihre Haut tun. Dafür ist es von Vorteil, wenn Sie wissen, woran es Ihrer Haut mangelt oder was ihr Stress bereitet.


 

2. Was trocknet die Haut aus?


 

Äußere Einflüsse:

 
  • Häufiges Färben und Dauerwellen können die natürliche Haarfunktion sowie die Kopfhaut angreifen und dem Körper – je nach verwendetem Produkt – zudem sogar giftige Stoffe zuführen. Verzichten Sie daher am besten weitestgehend auf chemische Anwendungen oder schränken Sie deren Nutzung ein. Möchten Sie auf das Haarefärben nicht verzichten, können Sie auf Produkte mit natürlichen oder besonders schonenden Inhaltsstoffen, die Ihre Kopfhaut schonen, zurückgreifen.

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  • Zwar nutzt die Haut die Sonne, um Vitamin D zu produzieren, aber ist sie eine längere Zeit den Strahlen ausgesetzt, können die tieferen Hautschichten gereizt werden. Sonnenbrände können die Haut nachhaltig schädigen: Es können früher Falten entstehen und auch das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, kann sich erhöhen. Achten Sie daher stets auf Ihren Hauttyp und verwenden Sie einen passenden Schutz in Form von Sonnencremes, leichten Baumwollshirts und Hüten, wenn Sie sich in der direkten Sonne oder im Wasser aufhalten. Nach der empfohlenen Höchstzeit, die Sie in der Sonne verbringen können, ist es ratsam, sich im Schatten zu entspannen und eine Après Sun-Pflege aufzutragen, um Ihrer Haut Feuchtigkeit zurückzugeben und sie zu beruhigen.

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  • Auch das chlorhaltige Wasser in Schwimmbädern kann die Haut austrocknen. Nachdem Sie im Wasser geschwommen sind, sollten Sie sich gut abduschen, um die Chlorreste von der Haut zu spülen. Hierfür eignen sich milde Duschcremes und -gele, die Ihre Haut beruhigen können. Rubbeln sie Ihre Haut zudem besser nicht trocken, sondern tupfen sie das Wasser beim Abtrocknen sanft ab. Bei Bedarf können Sie Ihre Haut im Anschluss noch mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme verwöhnen.

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  • Putzmittel und andere chemische Stoffe können die Haut angreifen: Direkter und häufiger Kontakt mit Substanzen wie Reinigungs- und Waschmitteln sowie Lösungsmitteln kann die Haut schädigen und austrocknen. Um entzündliche Reaktionen zu vermeiden, sollten die Bereiche der Haut bei der Anwendung mit Handschuhen und entsprechender Kleidung geschützt werden.

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Innere Einflüsse:

 
  • Durch Schwitzen beim Sport oder bei hochsommerlichen Temperaturen gleicht der Körper den Wärmehaushalt aus, jedoch gehen ihm dabei auch Flüssigkeit und Mineralien verloren. Anzeichen können eine gerötete und spannende Haut sein.

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  • Um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers aufrechtzuerhalten, ist es wichtig, viel zu trinken. Nehmen Sie über längere Zeit zu wenig Flüssigkeit auf, kann auch die Flüssigkeitszufuhr der Haut gestört sein. Dadurch kann sie spröde werden und ihre Spannkraft verlieren. Denken Sie daher stets daran, genügend Wasser zu trinken. Fällt es Ihnen schwer, sich regelmäßig an das Trinken zu erinnern, weil sie beispielsweise keinen starken Durst verspüren, können Sie es sich mit kleinen Tricks ins Gedächtnis rufen. Nehmen Sie immer eine kleine Flasche mit, wenn Sie das Haus verlassen, um auch unterwegs genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Zu Hause können Sie sich stets ein Glas mit Wasser bereitstellen. Oder Sie machen das Trinken zu einem festen Ritual, bei dem Sie immer zu bestimmten Tageszeiten (zum Beispiel nach dem Aufstehen, nach den Mahlzeiten, bevor Sie das Haus verlassen und vor dem Schlafengehen) ein Glas Wasser trinken. Sogar mit Apps auf dem Smartphone können Sie sich regelmäßig an das Trinken erinnern lassen.
  • Auch hormonelle Umstellungen des Körpers können die Haut im Laufe der Zeit verändern. So kann sie im jungen Alter fettig sein, sich dann normalisieren und in den Wechseljahren zu Trockenheit neigen.
  • Während positiver Stress sich auch positiv auf die Haut auswirken und sie frisch aussehen lassen kann, haben negativer Stress und Daueranspannung den gegenteiligen Effekt: Die Haut kann blass und fahl wirken, da die Drüsenfunktionen beeinträchtigt werden können.

 

3. Wie kann man trockene Haut schützen?


 

Schutz vor Kälte:

Besonders das Gesicht sollte mit feuchtigkeitsspendender Creme versorgt werden. Im Winter, wenn es draußen sehr kalt ist, können auch fetthaltige Cremes mit einem geringen Wasseranteil eine gute Wahl sein, um die Haut vor eisigem Wind zu schützen, da sie die Schutzbarriere der Haut aufrechterhalten können.

 
 

 

 

Schutz vor Sonne:

Bei der Wahl des Sonnenschutzes sollten Sie je nach Hauttyp den passenden Lichtschutzfaktor (LSP oder SPF) wählen. Hier gilt: Je heller und empfindlicher Ihre Haut ist, desto höher sollte auch der Lichtschutzfaktor sein. Halten Sie sich zudem nicht zu lange in der Sonne auf, um Ihre Haut nur kurzzeitig den Strahlen auszusetzen. Falls Sie sich, beispielsweise im Urlaub, doch mehrere Stunden in der Sonne aufhalten, denken Sie daran, Ihre Haut mehrmals mit Sonnenschutz nachzucremen, um den Schutz regelmäßig zu erneuern. Die empfindliche Augenpartie können Sie mit einer Sonnenbrille und einem Hut mit Krempe schützen.

 
 

Körperpflege:

Nutzen Sie beim Duschen und Baden milde Duschgels und Badezusätze, die mit natürlichen Inhaltsstoffen sowie Ölen Ihre Haut pflegen. Im Anschluss können Sie Ihrer Haut mit rückfettenden und parfümfreien Cremes Feuchtigkeit zurückgeben.

 

Pflege von innen:

Mit ausgewogener Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr, vor allem mit Wasser und ungesüßten Tees, und der Vermeidung von Stress können Sie Hautkrankheiten vorbeugen und häufig sogar Symptome mildern.

 

Die Haut mit den richtigen Vitaminen schützen:

  • Vitamin A oder auch Retinol, das die Bildung von Vitamin-A-Säure in der Haut unterstützen kann, können helfen, ein reineres Hautbild zu erlangen und kleinere Fältchen zu minimieren. Zudem können Sie die Feuchtigkeitsversorgung der Haut verbessern. Vitamin A ist in Spinat, Süßkartoffeln und Möhren enthalten, B-Vitamine in Eiern, Hülsenfrüchten, Fisch und Nüssen. Retinol wird zudem häufig in Cremes oder Lotions verarbeitet.
  • Vitamin C kommt vermehrt in Zitrusfrüchten, Brokkoli und Paprika vor. Es kann die Oberflächenstruktur der Haut und somit auch ihre Elastizität verbessern.
  • Die Vitamine E und F können die Widerstandskraft der Haut verbessern und ebenfalls ihre Elastizität erhöhen. Zudem können sie dazu beitragen, kleinere Fältchen zu glätten. Beide Vitamine sind vor allem in Nüssen und Ölen enthalten.

Sollten trockene und schuppende Hautareale in der Größe stark zunehmen, nässen, sich entzünden oder weitere Probleme hervorrufen, ist meist der Gang zum Arzt angezeigt. Ein Hautarzt kann Ihnen passende Cremes empfehlen und die Ursache für die trockene Haut herausfinden.


 

Urea - die schnelle Hilfe bei trockener Haut:

Pflegeprodukte mit Urea können die Balance der Haut wieder herstellen, da der Harnstoff den Hautzellen helfen kann, sich wieder zu verbinden. Der synthetische Stoff wird heute chemisch hergestellt. Urea ist auf die Bedürfnisse trockener Haut abgestimmt und kann nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern auch Wasser binden und einem Feuchtigkeitsverlust entgegenwirken. Spannungsgefühle und Rötungen der Haut aufgrund von Trockenheit können dadurch verringert werden.