Haut & Haare

Täglich pflegen wir sie: Unsere Haut und unsere Haare sind Schutzbarrieren unseres Körpers und gleichzeitig oftmals auch ein Spiegel unserer Seele. Passende Haarschnitte, ein leichtes Make-up und die richtige Pflege können unser Äußeres und unser Wohlbefinden beeinflussen. Doch wie können wir die Gesundheit der Haut fördern und die Vitalität der Haare unterstützen?


 

Was macht müde Haut wieder munter?


 

Flüssigkeit

Der Körper besteht zu ca. 65 Prozent aus Wasser. Das ist eine ganze Menge und verdeutlicht, wie wichtig eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen ist. Wasser hat viele Funktionen in unserem Körper: Nährstoffe werden zu den Zellen befördert, um sie mit allem Wichtigen zu versorgen, und die Haut kann strahlender und praller wirken, wenn sie von innen und außen mit genügend Feuchtigkeit versorgt wird. Über die Nieren und die Haut werden zudem nicht benötigte Stoffe wieder abtransportiert. Im Laufe des Tages sollte man 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, bei sportlicher Betätigung oder Hitze natürlich mehr. Am besten geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees oder leichte Fruchtsaftschorlen, die sie möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt trinken sollten.

 

Feuchtigkeit

Rückfettende Cremes erhalten den Feuchtigkeitshaushalt der Haut – besonders in der kalten Jahreszeit können Sie Ihre Haut damit schützen. Im Sommer reichen häufig leichtere Cremes und Lotionen aus, die vor allem Feuchtigkeit spenden. Auch ein enthaltener Sonnenschutz kann die Gesundheit Ihrer Haut unterstützen und kleinen Fältchen vorbeugen. Mit einer feuchtigkeitsspendenden Maske können Sie Ihrer Haut zudem regelmäßig eine Extraportion Feuchtigkeit schenken.


 

Peeling

Mit einem Peeling und einer vorhergehenden, sanften Reinigung der Haut können Sie abgestorbene Hautschüppchen entfernen und die Durchblutung des Gewebes anregen. Hier empfehlen sich Reinigungsbürsten, Peelingcremes, Fruchtsäurepeelings, oder Peelinghandschuhe, die Sie jedoch nicht täglich anwenden sollten, um Ihre Haut nicht überzustrapazieren. Planen Sie stattdessen vielleicht einmal wöchentlich einen Beautynachmittag ein, an dem Sie Ihre Haut zunächst peelen und anschließend mit einer reichhaltigen Creme verwöhnen können. Ein solches Ritual tut nicht nur der Haut, sondern auch der Seele gut.


 

Bewegung

Regelmäßiger Sport oder Spaziergänge bringen den Körper in Schwung und können die Durchblutung der Haut fördern. Zudem kann die Bewegung Ihre Fitness erhöhen und das Hautbild ein wenig straffen. Trainieren Sie am besten an der frischen Luft, um gleichzeitig die Lungen mit Sauerstoff zu füllen – er wirkt von innen heraus als Frischekick für Ihre Haut.


 

Durchblutung

Saunabesuche, Wechselduschen und Massagen können ebenfalls die Durchblutung anregen. Diese kann dann die Versorgung der Haut von innen verbessern und sie rosig und frisch aussehen lassen. Zudem können sich diese Wellnessanwendungen positiv auf das Wohlbefinden und das Immunsystem auswirken, was Sie von innen heraus strahlen lässt.


 

 

 

Ernährung

Mit den richtigen Vitaminen können Sie Ihre Haut schützen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst, gesunden Fetten, Ölen und Nüssen ist eine gute Basis, um die Gesundheit Ihrer Haut zu fördern. Bei einem Mangel oder zur Unterstützung können Sie mit Nahrungsergänzungsmitteln zudem Ihren Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen decken.

 

     

     
  • Vitamin A, B7 und B12 sind in Spinat, Möhren, Eiern, Hülsenfrüchten und Fisch zu finden und können ein reineres Hautbild schaffen sowie die Entstehung von Fältchen mindern.
  • Vitamin C können Sie beispielsweise über Paprika, Brokkoli und Zitrusfrüchte aufnehmen. Die sogenannte Ascorbinsäure kann vor allem das Erscheinungsbild Ihrer Haut, genauer die Oberflächenstruktur und die Elastizität, verbessern.
  • Möchten Sie die Widerstandskraft Ihrer Haut unterstützen, sollten Sie vor allem Nüsse und gute Öle in Ihren täglichen Speiseplan integrieren. Die darin enthaltenen Vitamine E und F können die Haut ebenfalls stärken und kleineren Fältchen vorbeugen.
 
 

1. Gesundes Haar


 

Eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten kann ein gesundes Aussehen der Haare fördern, während Kaffee, Alkohol und Tabak sich negativ auswirken können und daher nur in Maßen konsumiert werden sollten.

Haare bestehen aus Kreatin und sind aus Eiweißen aufgebaut. Daher ist eine eiweißreiche Ernährung wichtig für einen gesunden Aufbau und den Schutz der Haare vor äußeren Einwirkungen. Eiweiße sind vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern, Milch und Käse, aber auch in pflanzlichen Erzeugnissen wie Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchten enthalten.


 

 

2. Die richtigen Vitalstoffe für gesundes Haar


 

Damit Ihre Haare kraftvoll wachsen und gesund aussehen können, müssen sie mit den nötigen Vitalstoffen versorgt werden, denn eine mangelnde Versorgung mit wichtigen Nährstoffen kann sie stumpf, trocken und brüchig werden lassen. Achten Sie auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, um Ihren Bedarf zu decken. Auch Nahrungsergänzungsmittel können Sie dabei unterstützen, genügend Vitamine und Mineralien aufzunehmen.

 
  • Biotin (Vitamin H) ist für den Eiweißstoffwechsel zuständig. Es zählt zu den Schönheitsvitaminen und kann für glänzendes Haar sorgen. Biotin-Lieferanten sind u. a. Eigelb, Milch, Erdnüsse, Champignons, Hefe und Getreideprodukte.
  • B-Vitamine (B3, B5 und B6) können die Haarwurzeln aktivieren. Diese Vitamine sind in Fleisch, Eigelb, Hefe, Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten.
  • Vitamin A kann das Haarwachstum unterstützen und ist vor allem in Leber, Butter, fettem Käse, Spinat, Möhren, Chicorée, Broccoli und gelben Früchten zu finden.
  • Eisen transportiert den Sauerstoff im Blut und kann die Zellen mit Energie versorgen. Ein Mangel an diesem Spurenelement kann Haarausfall fördern. Es ist vor allem in Fisch und Fleisch, aber auch in Hülsenfrüchten enthalten. Um die Aufnahme von Eisen zu unterstützen, sollten Sie gleichzeitig Lebensmittel zu sich nehmen, die Vitamin C enthalten, da es die Resorption erhöhen kann.
  • Kupfer kann die Struktur des Haares verbessern und ist in größeren Mengen in Haferflocken, Trockenobst, Nüssen, Sonnenblumenöl, Leber, Vollkornerzeugnissen und Hülsenfrüchten enthalten.
  • Zink ist ein Spurenelement und kann entzündungshemmend wirken. Ein Mangel an Zink kann ebenfalls zu Haarausfall führen. Enthalten ist es u. a. in Rindfleisch, Milch und Fisch.

 

3. Die richtige Pflege für gesundes Haar


 

Auf Chemieprodukte verzichten:

Färben und Dauerwellen können die natürliche Haarfunktion angreifen und dem Körper zudem giftige Stoffe zuführen. Versuchen Sie daher weitestgehend auf chemische Produkte zu verzichten und vergrößern Sie nach Möglichkeit die Zeitspannen zwischen den Anwendungen. Soll es besonders schnell gehen, können Sie auch zu einem färbenden Spray greifen, das sie auch unterwegs stets bei sich tragen und anwenden können.


 

Haarpflege:

Stimmen Sie Ihr Shampoo auf Ihren Haartyp ab – am besten eignen sich Shampoos, die einen neutralen ph-Wert aufweisen und keine Silikone enthalten. Zu häufiges Haarewaschen kann zudem die Kopfhaut und das Haar austrocknen – dosieren Sie Ihr Shampoo Ihrer Haarlänge entsprechend und vermeiden Sie zu heißes Wasser beim Ausspülen. Nach dem Waschen ist die äußere Schuppenschicht noch aufgequollen und sehr empfindlich, weshalb starkes Rubbeln den Haaren schaden kann – tupfen Sie es stattdessen besser sanft trocken.

Gönnen Sie Ihren Haaren öfter mal eine Kur, die Sie schnell selbst zubereiten können. Verrühren Sie dafür beispielsweise ein Eigelb mit etwas Zitronensaft und einem Esslöffel Olivenöl und geben Sie die Mischung in das gewaschene Haar. Nach 20 Minuten Einwirkzeit können Sie die Haare ausspülen. Bei längeren Haaren sollten Sie die Menge verdoppeln.

Auch Öl kann die Haare mit Feuchtigkeit versorgen. Geben Sie einfach etwas Haar- oder auch Babyöl ins nasse Haar, massieren Sie es gut ein und lassen es dann einige Minuten einwirken. Im Anschluss können Sie es gut ausspülen. Als Express-Kur können Sie auch eine kleine Menge Öl in das trockene Haar einarbeiten, die Sie anschließend nicht wieder auswaschen sollten.

Um Ihre Haare in der Nacht vor Verknotungen zu schützen und Locken zu erhalten, können Sie beim Schlafen ein Haarnetz tragen, das sanft um Ihr Haar greift und es in Form halten kann.


 

Bürsten und Kämmen:

Am besten eignen sich Bürsten und Kämme aus Naturmaterialien, die eine statische Aufladung der Haare verhindern können. Bürsten Sie Ihr Haar abends einige Minuten durch, das kann die Durchblutung der Kopfhaut stimulieren und für glänzendes Haar sorgen. Um Ihre Haare zu schützen und ein Brechen und Reißen zu verhindern, sollten Sie sie zudem nicht im nassen Zustand bürsten, sondern nur vorsichtig mit einem groben Kamm entwirren.


 

 

Fönen:

Zu langes und heißes Fönen kann die Haare ebenfalls austrocknen. Achten Sie auf genügend Abstand zum Haar: Da ein Fön bis zu 100°C Hitze erzeugen kann, sollten Sie ihn während der Anwendung mindestens 15 Zentimeter von Ihren Haaren entfernt halten. Darüber hinaus bieten sich Hitzesprays an, die sich auf das Haar legen, um es vor der Hitze zu schützen. Sprühen Sie sie einfach in das handtuchtrockene Haar, das Sie danach wie gewohnt trocknen und frisieren können. Eine sanfte Methode Ihr Haar zu trocknen, wenn Sie es beispielsweise auf Lockenwickler gedreht haben, ist eine Haartrockenhaube.


 

 

4. Die kleinen Haarmythen – was stimmt/was stimmt nicht?


 

Häufiges Haarefärben führt zu Haarausfall: Ein Haarausfall von 50 bis 100 Haaren pro Tag ist vollkommen normal. Gerade bei langen Haaren kann das schon einmal nach einer großen Menge aussehen. Verschwindend gering wirkt diese Menge jedoch vor dem Hintergrund, dass der Mensch im Schnitt zwischen 90.000 und 150.000 Haare auf dem Kopf trägt. Haarefärben ist in der Regel übrigens kein Auslöser für Haarausfall, sofern sie die Produkte genau nach der Gebrauchsanweisung und nicht zu häufig anwenden.

Dichtes Haar bekommt man durch die besagten 100 Bürstenstriche: Das Bürsten der Haare kann die Durchblutung der Kopfhaut anregen und so auch die Versorgung der Haarwurzeln fördern sowie Schmutz- und Staubpartikel entfernen. Zudem wird beim Bürsten der Talg von der Kopfhaut bis in die Längen verteilt und kann sich wie ein Schutzfilm auf die Haare legen. Dadurch können Sie mit den Bürstenstrichen durchaus etwas für Ihre Haargesundheit und einen gesunden Glanz tun. 100 Bürstenstriche sind dafür aber nicht notwendig: Kämmen Sie Ihre Haare einfach so lange, bis sie gut entwirrt sind.


 

 

Nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren verlieren Frauen Haare: Hormonumstellungen, wie sie nach einer Geburt oder in den Wechseljahren auftreten, können tatsächlich der Auslöser für Haarausfall sein. In der Regel legt sich dieser jedoch wieder, sobald die Hormonschwankungen sich gebessert haben.

Rasiertes Haar wächst dichter nach: Dieser Mythos ist nicht richtig. Normalerweise wachsen Haare mit einer feinen Spitze, die sie weich wirken lässt. Rasiert man die Haare nun, werden Sie an einer dickeren Stelle gekappt, was beim Nachwachsen den Eindruck erwecken kann, sie seien dichter. An der Menge und der Fülle der Haare ändert das Rasieren jedoch nichts.


 

 

Haarausfall wird durch häufiges Waschen gefördert: Auch dieser Mythos stimmt nicht. Das Waschen der Haare hat keine Auswirkungen auf die Haarwurzeln. Achten Sie jedoch immer darauf, Ihre Haare behutsam zu waschen, Shampoo sanft einzumassieren und es mit lauwarmem Wasser auszuspülen, um sie nicht zu stark zu belasten.


 

 

 

 

5. Anti-Aging-Wunder aus der Natur – Hyaluron


 

Hyaluronsäure ist eine durchsichtige Zuckerverbindung, die auch vom Körper produziert wird und einen Bestandteil des Bindegewebes darstellt. Im Laufe der Jahre nimmt der Hyalurongehalt in der Haut natürlicherweise ab, wodurch die Spannkraft nachlassen kann und sich kleine Fältchen entwickeln können. Hyaluron hat zudem die Eigenschaft Wasser zu binden und kann die Zellerneuerung ankurbeln. Die Hyaluronsäure kann die Haut stützen, glätten, straffen und mit Feuchtigkeit versorgen.


 

Schöne Haut wird nicht nur von der Lebensführung, sondern auch von der Vererbung und dem Alter beeinflusst. Bei Stress, wenig Schlaf, Hitze und Kälte sowie starker Sonneneinstrahlung kann sich der Zustand der Haut ändern. Erste Anzeichen von Hautalterung können etwa ab dem 30. Lebensjahr sichtbar werden, da die Fettzellen dann weniger Lipide bilden, die die Haut straffer erscheinen lassen können. Pflegeprodukte mit dem Wirkstoff Hyaluronsäure als Creme oder Kapseln zum Einnehmen können dem entgegenwirken und Fältchen mindern sowie die Haut wieder strahlen lassen.