Ein intaktes Immunsystem – für Gesundheit und Wohlbefinden

Unser Abwehrmechanismus schützt uns vor Viren und Bakterien. Doch wie ein Angriff durch feindliche Mikroorganismen endet, entscheidet allein die Stärke unserer Abwehrkräfte.

Unter normalen Umständen funktioniert diese Selbstverteidigung des Organismus einwandfrei, doch können unsere heutigen Lebensumstände das Immunsystem beeinträchtigen und sogar lahmlegen. Alkohol und Nikotin, aber auch Diäten, Stress, Bewegungs- und Vitaminmangel können den Körper und die Abwehrkräfte schwächen. Wiederholte Infekte, verschleppte Erkältungen, Reizbarkeit und Antriebslosigkeit sowie Allergien sind ernstzunehmende Warnsignale. Eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen, Mineralien und Vitalstoffen kann hingegen dazu beitragen, das Immunsystem zu unterstützen.


 

Was zeichnet unser Immunsystem aus?


 

Die Aufgabe des Immunsystems ist auf den ersten Blick recht simpel und dennoch hochkomplex und wichtig: Es wehrt körperliche Bedrohungen durch Erreger von außen, die große Schäden anrichten könnten, würden sie ungehindert vordringen, ab. Dabei arbeitet unsere Abwehr pausenlos am Tag und in der Nacht. In drei Stufen hindert sie Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze und Mykobakterien daran, uns zu schädigen.

Anatomische Barrieren

Zunächst versuchen Haut, Schleimhäute, Haare wie Wimpern oder Nasenhaare, Flimmerhärchen auf der Bronchialschleimhaut oder auch die Magensäure, die Erreger abzuwehren, indem sie sie abfangen oder unschädlich machen. Magensäure kann sie beispielsweise zersetzen, Nasenhaare können sie aufhalten, sodass wir sie wieder ausniesen. Sind diese anatomischen Barrieren, beispielsweise durch Verletzungen der Schleimhäute, geschädigt, kann dies ihre Funktionen beeinträchtigen – die Erreger können leichter in den Körper eindringen. Doch auch unter normalen Umständen können diese Barrieren nicht alle Erreger aufhalten.

Die natürliche Abwehr

Die angeborene, zelluläre Verteidigungsfront bekämpft die Erreger, die die anatomischen Barrieren überwinden konnten und sich somit bereits im Körper befinden, sehr schnell. Zu ihnen zählen die Fresszellen, wie Makrophagen, Monozyten und neutrophile Granulozyten, sowie im Blut gelöste Eiweiße, die auch an der Heilung von Wunden beteiligt sind. Diese Form der Abwehr bekämpft jedoch jeden Eindringling auf die gleiche Art – die Fresszellen umschließen ihn und bauen ihn ab – und kann sich ihre Strategien nicht merken. Dementsprechend ist sie sehr unspezifisch.


 

Die intelligente Abwehr

Reicht die Bekämpfung der Erreger durch die natürliche Abwehr nicht aus, aktiviert das Immunsystem die intelligente Abwehr. Hier kommen B-Lymphozyten, die im Knochenmark gebildet werden, und T-Lymphozyten, die im Thymus reifen, zum Einsatz. Der Thymus gehört als Organ des lymphatischen Systems zum Immunsystem. In ihm erlernen die weißen Blutkörperchen, wie sie fremde Zellen erkennen und zerstören können. Im Vergleich zur natürlichen Abwehr reagieren die B- und T-Lymphozyten bei Erstkontakt mit dem Erreger allerdings eher langsam. Die spezifische Abwehr bildet nach der Bekämpfung Antikörper gegen einzelne Erreger und merkt sich deren Beschaffenheit über viele Jahre. Das ist dann von Vorteil, wenn der Körper erneut auf diese Erreger trifft: In diesem Fall kann das Immunsystem schneller, spezifischer und somit wirkungsvoller reagieren.


 

Wie sich der Körper vor Viren schützt


 

Zum Ende des Jahres macht das Immunsystem häufig schlapp. Ein Mangel an Sonnenlicht und Vitamin B sowie Kälte und trockene Luft sind ideale Bedingungen für Viren, die sich unter diesen Umständen leicht durch Tröpfcheninfektion verteilen. Ist das Immunsystem geschwächt, können sie weiter vordringen und uns krank machen. Je nachdem, welcher Virus den Körper angreift, leiden wir schließlich vor allem im Winter häufig an Schnupfen, Erkältungen oder sogar der Grippe. Die Nase ist verstopft und läuft, ein Hustenreiz plagt uns und der Körper reagiert unter Umständen mit Fieber.

Die körpereigene Abwehr des Menschen ist so ausgelegt, dass Infektionen abgewehrt werden können. Bei manchen Erregern benötigt er etwas länger bis die Eindringlinge bekämpft sind, in dieser Zeit leiden wir dann beispielsweise unter Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Fieber. In der Regel kann unser Immunsystem die Erreger gut allein bekämpfen. Unterstützen können Sie den Heilungsverlauf, indem Sie viel liegen und ruhen, Ihre Nasenschleimhaut feucht halten und inhalieren. Nach etwa zwei Wochen, in denen wir uns schonen sollten, ist ein Infekt meist ausgestanden.


 

Tipps – so können Sie das Immunsystem stärken


 

Bewegung

Aktivitäten, vor allem Sportarten, die im Freien ausgeübt werden, können Infekten vorbeugen. Wer sich in der Woche etwa drei Mal sportlich betätigt, kann dadurch sein Immunsystem stärken. Joggen, Schwimmen und Fahrradfahren bieten sich hier besonders an, da sie, je nach Jahreszeit, an der frischen Luft durchgeführt werden können. Möchten Sie nur eine kurze Sporteinheit in Ihren Tag integrieren oder sind in Ihrer Bewegung eingeschränkt, können Sie auf Fitnessgeräte für Ihr Zuhause wie einen Beintrainer zurückgreifen und bequem vom Sessel aus etwas für Ihre Fitness tun. Auch davon kann Ihr Immunsystem profitieren.

Saunagänge, Wechselduschen und Kneippkuren können sich zudem positiv auf den Kreislauf auswirken. Dadurch können die Haut und die Organe wiederum besser durchblutet werden und es gelangen mehr Abwehrzellen bis zu den Schleimhäuten der Nase und des Rachens. Das kann sie weniger anfällig gegenüber Krankheitserregern machen. Sie können daher mit Wellnessanwendungen ganz nebenbei auch etwas für Ihr Immunsystem tun.


 

Schlaf

Auch der Schlaf kann unser Immunsystem beeinflussen, denn nachts sind die Immunzellen aktiver – der Körper regeneriert sich während der Ruhephase. Wie viel Schlaf eine Person benötigt, hängt jedoch von jedem Einzelnen ab. Durchschnittlich sollte man in sechs bis acht Stunden alle Schlafphasen durchlaufen haben, um sich ausreichend zu erholen und fit in den Tag starten zu können. Während Babys noch bis zu 19 Stunden pro Tag schlafen, reduziert sich dieser Bedarf im Alter auf etwa sechs bis acht Stunden. Hören Sie auf Ihren Körper und bieten Sie ihm ausreichend Schlaf und einen Schlafplatz, der Ihrem Körper gut tut und Ihre Abwehr unterstützt.


 

Ernährung

Zink ist wichtig für das körpereigene Abwehrsystem und beispielsweise in Fleisch, Milch und Käse enthalten. Vitamin C kann die Infektdauer reduzieren und unter anderem über Zitrusfrüchte, verschiedenen Kohlsorten und Paprika aufgenommen werden. Auch Vitamin A, B6, B12, D, E, Folsäure, Eisen, Selen und Kupfer können unser Immunsystem positiv beeinflussen. Eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse deckt diese Nährstoffe ab.


 

 

Möchten Sie Ihren Körper gezielt mit diesen Vitaminen und Spurenelementen versorgen oder ist es Ihnen im stressigen Alltag oftmals nicht möglich, ausreichend Nahrungsmittel, die diese Nährstoffe enthalten, zu sich zu nehmen, können Sie auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. In Form von Kapseln, Tabletten oder Pulvern, die sie stets nach Packungsbeilage einnehmen sollten, können Sie die Stoffe in hochdosierter Menge aufnehmen und einem Mangel entgegenwirken. So können Sie Ihr Immunsystem fördern, aber auch andere Partien Ihres Körpers wie die Haut, die Haare oder die Knochen unterstützen.